leavin Adelaide / Nullarbor Plain









1. bin gesund und am Leben
2. bin in Perth angekommen
Was eine Fahrt. Doch fangen wir von vorne an. Dienstag abends war ich bei Jacky, der Managerin des Yha, zum Essen eingeladen worden. Sie beherbergt momentan die Leute von Believing in Harvey, hat sich in Frank verliebt und hat nen super kartoffelauflauf gekocht. Hab dann dort gepennt und bin am naechsten morgen wieder mit ihr zur Arbeit....sie musste schaffen und ich konnte pennen.hoho. Die andere auf dem bild mit frank schafft auch im YHA, macht aber auch Merchandise und Managing fuer diverse Bands und hat Rise Against schonmal vom Flughafen abgeholt.
Mittwochs hab ich dann den ganzen Tag gepennt und bin Abends einer weiteren Einladung nach Henley Beach gefolgt, Baden im sonnenuntergang, Fish and Chips und Gitarre spielen, ein letztes Mal (fuer eine Weile) mit den leuten von Believing in Harvey abhaengen.
Donnerstag morgens um sieben ruft mich dann Ross an, der unbekannte, der mich mit nach Perth nehmen will. Ich war mir echt relativ unsicher ob ich das wirklich machen soll, man hoert so einige Geschichten von trempenden Backpackern (siehe Wolf Creek). Hab dann mal vorsichtshalber den Namen und das Kennzeichen nach Perth geschickt. Um halb neun gings los, Ross holte mich am Yha mit seinem 2003 Ford Falcon ab, sein kleiner Kakadu Jacky auf dem Ruecksitz. Vor uns 3300 Kilometer...es ging los, ueber Port Augusta, wo ich eine Woche vorher auch schon war. Dann hat er die falsche Autobahn erwischt und wir sind einen 300 Kilometer Umweg gefahren, an der Kueste entlang durch Port Lincoln. Gegen 6 wurde die Vegetation dann immer spaerlicher und wir erreichten den Anfang des Nullarbor Plain (lat. Baumlose Ebene).Ich fuehlte mich wie auf der Mitte einer riesigen scheibe, soweit ich sehen konnte nur Kniehohe Buesche und ringsherum eine Wand aus Wolken. an einem Roadhouse erzaehlten mir Hollaender, dass sie gerade von westen kommen und vor den zwei Zyklonen fluechten...was? Hab ich nichts davon mitbekommen. Tatsaechlich tobte in den vergangenen Tagen ein heftiger Sturm in Western Australia und es regnete seit langem wieder mal. Beim Sonnenuntergang hielten wir an und machten Bilder an der riesigen Kante, die das Ende von Australien und den Anfang des Meeres markiert (Great australian bight). Nach Einbruch der Dunkelheit machten die Wolken Platz fuer Millionen von Sternen (ja ok bissle uebertrieben). Da es im Nirgendwo aber um einiges Dunkler ist, konnte man sie tatsaechlich besser sehen. Die Sterne sind hier ganz andere logischerweise, ziemlich interessant. Ross fing an mir Geschichten von Kaengurus zu erzaehlen, wie sie eine Gefahr darstellen, weil sie auf die Strasse rennen und man sie schwer erkennen kann. Einen moment spaeter tauchten vor uns Lichter auf, Warnblinker und eine Taschenlampe. Wir hielten an. Eine vielleicht 60jaehrige Grossmutter (am Boden zerstoert) und ihre Enkelin, die soeben ein Kaenguruh angefahren haben. Das Auto komplett demoliert, unfahrbar, totalschaden. Das Kaenguruh lag 50 meter weiter vorne, beide beine gebrochen, benommen, nicht ueberlebensfaehig. Ross verkuerzte den Leidensweg mit einem Baseballschlaeger. Nichts fuer mich, aber besser fuer das Kaenguruh...es haette sonst wahrscheinlich noch bis in den Morgen weitergelitten. Wir nahmen die beiden dann mit zum naechsten motel (180 Kilometer down the road). Ronda, die Grossmutter, war fertig mit der Welt. Wir fuhren weiter und weiter, mittlerweile war schon ca. 2 uhr morgens und ross war immernoch nicht muede, ganz im Gegensatz zu mir. Ich zwang mich noch fuer eine Stunde wach zu bleiben und die Strasse nach (kanga-
) roos abzusuchen und schlief dann ein. um vier uhr morgens fuhr ross dann letztendlich auf einen parkplatz. Nach 2200 zurueckgelegten kilometern. Wir schliefen fuer ein paar stunden, um halb acht gings weiter. Ross ernaehrte sich in der ganzen Zeit nur von kaffee und von sausage rolls, ich weiss net wie der des gemacht hat. um 10 erreichten wir kalgoorlie, die Goldgraeberhauptstadt der Welt. dort besichtigten wir Superpit, das groesste Loch der Welt und Motiv vieler N24-Dokumentationen. Wenn von Westaustralien, Gold oder grossen Maschienen die Rede ist, wird meistens auch die Superpit gezeigt. Ein weiteres ding, das man nicht einfach so fotografieren kann.
Unser naechster Stop sollte eigentlich die Wave Rock sein, ein riesiger Wellenfoermiger Felsen, aber da wir uns dick verfahren haben am Anfang und ich dann drauflegen haette meussen, liessen wir es aus. Um halb vier kamen wir in Perth an (nach westaustralischer Zeit, bin jetzt glaub ich noch 8 stunden von euch entfernt).
Wollte dann eigentlich nach einer Dusche und einer Rasur (mein Bart war so lang dass man meinen haette koennen, ich sei die Strecke zu Fuss gelaufen) in ein Hostel namens Billabong resort einchecken, welches mehr einem Hotel gleicht mit Pool Palmen und Palkonen (btw: :"chmeisst den purchen zu poden!") Leider war es voll und der Typ an der Rezeption schickte mich in ein anders Hostel, welches sich als das groesste Drecksloch herrausstellte, kurz nachdem ich dort eingecheckt hatte. 12 dollar die nacht, keine schliessfaecher, lauter assis, kein fenster in meinem raum, drogen, schmutz (es erinnerte mich ein wenig an lloret). Ich rief dann erstmal greg an, ein kumpel von cam, den ich in melbourne auf seinem hotelzimmer kennengelernt hatte, der mir sofort anbot zu ihm zu ziehen. Nach einer alptraumartigen nacht im stinkenden cheviot lodge nutzte ich nochmal free internet und free breakfast (toast und marmelade). Der Typ an der Rezeption hat vergessen mein key deposit einzubehalten, ich bekam aber das geld zurueck (10 Dollar) und hab dann insgesamt fuer 3 dollar dort gepennt (der eine dollar war noch ec-gebuehr). Mehr wars aber auch nicht wert.
Jetzt werd ich wohl ein paar telefonate machen und versuchen arbeit zu finden. Eigentlich wuerd ich am liebsten gleich weiter, aber kohlemaessig siehts wohl eher nach ein oder zwei wochen arbeit aus.....
Chris, cool von dir zu hoeren, das mit dem radio waer ne lockere sache, aber wir wissen ja mittlerweile das solche sachen eher nicht klappen. Hier unten wuerde es dir definitiv gefallen, ich bin ziemlich geil drauf wieder mit dir die aexte zu schwingen (im musikalischen sinn).
Nico, koole sache mit dem sampler, ich hoffe wir griegen ein paar konzerte auf die reihe naechstes jahr.
David, deine bilder sind schmal.
Carinsche, hab versucht dir ne sms zu schreiben aber ging irgendwie net. hab alle nummern mal wieder verloren, die waren auf meiner deutschen simkarte, welche sich in der gestohlenen kameratasche befand. schoen von euch beiden zu hoeren, ich komm im april heim, des ist gar nemme so lang.
Anna & Crew, des spiel ist nur lustig wenn man seine tiefsten sexuellen geheimnisse preisgibt. Da meine Bosse von jackgreen die absoluten sexuellen freaks waren kam ich aus dem lachen nichtmehr raus (ive never fucked 4 girls in one day, ive never had sex with my best friends girlfriend, ive never stuck a finger up in my own arse.nur ein paar beispiele)
wiederlich.
2 Comments:
Hi Jonas,
es ist ja beruhigend, nach so einem Höllentrip von dir zu hören, dass alles in Ordnung ist. Ich stelle mir mit Foxclock immer deine lokale Zeit ein, dann habe ich einen besseren Überblick und kann mir auch die Chance ausrechnen, dich vielleicht mal im Google Chat zu erwischen. Ich drücke dir die Daumen für die Jobsuche. Bis später
Papa
Üble Story, Baseballschläger gegen Känguruh :( Echt scheisse sowas.
Anna und ich wollten am Donnerstag ins Palais Termal, war aber so voll dass wir noch vor dem Eingang wieder umgedreht haben.
Heute waren wir im Cafe Talblick frühstücken, haben dort Petra (Ex-)Heinzelmann getroffen mit ihrem neuen Freund aus Miami. Sollen euch alle (Mama, Papa, Brüder) viele Grüße sagen.
Danach waren Ale und Matteo bei uns, zuerst Trivial Pursuit Disney (ich wußte gar nix) und dann Buzz Jungle Party (Ale Platz 1, Ich 2, Matteo 3, und *tadaaaa* Anna war letzte ;)
Naja coole Storys jedenfalls. Nächste Woche fahren Anna und ich nach Bochum zu Starlight Express.
Bis denne,
Dennis & Anna
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